Kantian Journal

2009 Issue №1(29)

Verstandes- und Vernunftschlüsse als Faktoren der Textualitaet in dem philosophischen Diskurs von I. Kant

Abstract

Im vorliegenden Beitrag wird am Material des Kantischen Textes ein Versuch unternommen, zu zeigen, dass die 2- und 3-gliedrigen logischen Strukturen — nach Kant Verstand- und Vernunftschlüsse — logische komplexe propositionale Einheiten (Gebilde) sind, deren manchmal zahlreiche sekundäre Propositionen, d. h. die nach Kant keine Sätze sind, sich um den logisch-strukturellen Kern dieser Schlüsse gruppieren, so dass sie eigentlich als Formen der Textualität des Kantischen Diskurses überhaupt angesehen werden können. Außerdem tragen sie dazu bei, dem Kantischen Diskurs assertorisch- bzw. apodiktisch-logische Modalität zu verleihen.

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